CHRONIK der Freiwilligen Feuerwehr Höflein an der Hohen Wand
Anlässlich des 65jährigen Jubiläums und der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses am 3.Mai 1987 wurde eine Festschrift verfasst. Die Angaben beruhen sich auf den Inhalt der Einsatzberichte die bis auf die Zeit des 2.Weltkrieges aufliegen und natürlich genauestens weitergeführt werden.

Die Kommandanten seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Höflein a.d.HW.

1920 - 1941 
1942 - 1960 
1961 - 1975 
1976 - 1980 
1981 - 2006
2006 - 2010
ab 2011

Josef Schmoll 
Josef Rasner 
Josef Schmoll 
Johann Weinberger 
Anton Sommer
Martin Kirchsteiger
Josef Schmoll jun.

1920  Im Jahre 1920 hatte man erkannt, daß eine Hilfe viel wirksamer ist, wenn die Hilfs- und Löschmannschaften organisiert sind. So trat am Samstag, dem 17. Oktober 1920, das Feuerwehrgrün-dungskomitee zur 1. Sitzung zusammen. Diesem gehörten Männer aus Unterhöflein, Oberhöflein und Zweiersdorf an. Zum Vorsitzenden wurde der Schulleiter H. Alois Böck gewählt. Ferner gehörten dem Komitee an: Leopold Fink, Anton Seiser, Matthias Ruß, Franz Zenz, Franz Wagner, Johann Demuth, Johann Postl und Josef Schmoll.

Die erste Feuerwehrspritze (15.000 K.) und die unbedingt notwendigen Ausrüstungsgegenstände sollten durch eine Sammlung und dem Reinerträgnis von drei Tanzunterhaltungen finanziert werden.
Es gab viele Schwierigkeiten zu meistern, doch am 7. November 1920 wurde unsere Feuerwehr gegründet. Im Protokoll heißt es wörtlich: ,,Dieselbe soll eine Stärke von 36 Mann haben, wegen der schweren Beschaffung der Ausrüstung. Von jedem Dorfe 12 Mann
Herr Josef Schmoll wurde mittels Wahl der Hauptmann, Vereinslokal war das Gasthaus Wagner. Die Organisationsform hat sich nur wenig verändert, sicher nur deshalb, weil stets der gleiche Gedanke herrschte, den in Not geratenen Mitbürgern zu helfen; nach dem Spruch der Feuerwehr ,,Gott zur Ehr - dem Nächsten zur Wehr“. Das Rückgrat unserer Wehr war und ist die gute Kameradschaft zwischen jung und alt. Auch in unserer Gemeinde haben sich bis heute die Worte des Dichters Friedrich Schiller bewahrheitet: ,,Wohltätig ist des Feuers Macht wenn sie der Mensch bezähmt, bewacht, doch furchtbar wird die Hinweiskraft, wenn sie der Fessel sich entwarft.“

1921 Die Verantwortlichen der FF Höflein hatten es in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg - Inflationszeit - äußerst schwer, die nötigen Geldmittel zur Anschaffung unbedingt notwendiger Utensilien (Dragonerhelme von der Militärakademie Wr. Neustadt, 30 Kronen/Stück, um 140 Kronen/Stück von einem Spengler umgebaut) zu beschaffen.

Die ersten Uniformen wurden von jedem Feuerwehrmann selbst gekauft. Am 6. März 1921 wurden für den Spritzenhausbau 8.000 Ziegel angekauft.
1922 Im Protokoll vom 8. Jänner 1922 heißt es: ,,Das Spritzenhaus ist gebaut, der gesamten Bevölkerung wird der wärmste Dank ausgesprochen...“
Hauptverdienst um das Zustandekommen der Feuerwehr gebührt dem Bürgermeister Herrn Aschenbrenner und dem Hauptmann Herrn Josef Schmoll. Einzige Geldquelle bildeten diverse Veranstaltungen, doch die Abhaltung wurde unmöglich (beiläufige Auslagen 112 Million Kronen!). Somit wird von der Abhaltung eines Gründungsfestes Abstand genommen (Prot. 30. Juli 1922). An die neu zu gründende Lichtgenossenschaft wird der Antrag um Einleitung des elektrischen Lichtes in das Spritzenhaus gestellt.
1923 Spritzenhaus erhält Aufschrift ,,Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Höflein“. Wegen der ,,ungünstigen Zeitverhältnisse“ (wörtlich) wird kein Feuerwehrball veranstaltet. In jedem Dorf werden prov. Wasserschleusen angelegt. Jeden ersten Sonntag im Monat wird eine Feuerwehrübung von 6-8 Uhr früh abgehalten.
1924 Neuer Jahresbeitrag wurde festgesetzt: 10.000 Kronen pro Mitglied! Es werden keine Veranstaltungen abgehalten, somit konnte nichts angeschafft werden (Inflation!).
1925 Beitritt zum Roten Kreuz, 2 Mitglieder unserer Feuerwehr nehmen am Sanitätskurs teil. Erster Mannschaftswagen (die Pferde wurden von den Bauern zur Verfügung gestellt) wird zum Preis von 3 ½ Millionen Kronen von der Schraubenfabrik Neunkirchen angekauft.
1926 Errichtung des Schlauch- und Trockenturmes. Es wird beabsichtigt, eine Benzinmotorspritze anzuschaffen, die sehr leicht zu bedienen sei. Am 15. August 1926 wird eine Tombola (1 Fahrrad und eine Nähmaschine als Preis) und ein Blumentag abgehalten. Für die Gemeinde Höflein und für die Feuerwehr ein wahrer Freudentag!
Durch die Auflösung der Freiwilligen Feuerwehr Wien können verschiedene Feuerwehrutensilien und Ausrüstungen (Spritze, Mäntel, Schuhe und Helme) zu günstigen Preisen angeschafft werden.
1927 Eine Abordnung der Feuerwehr Höflein wird zur Einweihung der neuen Motorspritze nach Grünbach entsandt. Am 2. Oktober findet erste Inspizierung und Schauübung statt, Herr Gruppenkommandant August Hopfner spricht seine vollste Anerkennung aus.
1928 Die Feuerwehr zählt 36 ausübende und 195 unterstützende Mitglieder. Jahresmitgliedsbeitrag beträgt nun S 1,-.
Hausbesitzer erklären sich bereit, 3 Jahre hindurch einen angemessenen Jahresbeitrag (zu S 25.- und S 8,-) zu leisten, um eine Motorspritze (Marke Rosenbauer) ankaufen zu können (jährlicher Gesamtbetrag = S 865,-).
1929 - 1930 Konzentrierte Mitgliederderwerbung, für Feuerwehren gibt es eine Zusatz- und Unfallversicherung.
1930 10jähriger Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Höflein  Gründungsfest am 16. August. ,,Trotz  schlechten Wetters nahm das Fest einen fröhlichen Verlauf“ (wörtlich im Protokoll).
1932 Firma Rosenbauer offeriert neueste Type einer Motorspritze um S 3.800,-. Meinungsverschiedenheiten (Bürgermeister - Chargen) ergaben Rücktritte, Hauptmannstellvertreter, Steigerrottenführer und Spritzenmeister nach 10 Jahren 1. Neuwahl notwendig.
1933 Frau Schneidhofer wird Patin der neuen Motorspritze, die Einweihung am 3. August.
Beschluß: Feuerwehren dürfen sich nicht an politischen Versammlungen (Kirchenfeste usw.) beteiligen.
1934 - 1935 Wasserversorgung macht große Schwierigkeiten. Böllerschießen wird in Zukunft untersagt. (Mangelhafte Protokollführung.)
1936   9. März Wahl eines neuen Ausschusses! Hier enden leider die Aufzeichnungen!
1938 - 1945 August 1941: Großbrand in Unterhöflein. Durch Leuchtraketen der deutschen Gebirgsjäger wurde das Anwesen des Schmiedemeisters Josef Stickler in Brand geschossen. Die Werkstätte, das Wohnhaus und Wirtschaftsgebäude wurden vollkommen eingeäschert.

1945 Die Feuerwehr wird neu organisiert. Das Feuerwehrhaus, das durch Kriegsschäden gelitten hat, wird unter dem Herrn Bürgermeister Franz Tressel wieder instandgesetzt.

1949 Erster Mannschaftswagen der Marke Dodge wurde angekauft.
Anstelle des alten Zeughauses wird ein neues Gemeindehaus, wo
im unteren Teil die Feuerwehr untergebracht wird, gebaut.
Im August kam, durch starke Unwetter im Gemeindegebiet, die
Feuerwehr zu ständigen Einsätzen.

1950 Antrag um Ankauf und Einbauung einer Sirene auf dem Spritzenhausturm. Einweihung des Kriegerdenkmales.

Neuer Stand der Mitglieder: 22 Mann aktiv.
1951 Am 15. August wird unser 30jähriges Gründungsfest mit einer Sammlung für eine neue Motorspritze abgehalten. Am 3. September 1951 wurde das neue Gemeindehaus, dessen unterer Teil der Feuerwehr zur Verfügung steht, eingeweiht. Bei der feierlichen Einweihung wurde von der Schülerin Johanna Hauer folgendes Gedicht vorgetragen:

So steht nun fertig unser Haus
und schmuck und sauber sieht es aus,
Zweckmäßig unt‘ und oben.
Man muß die Meister loben,
denn praktisch ist‘s erschienen,
zweifachem Zweck zu dienen.
Mein Wunsch für heut‘ und alle Zeit:
Es öffne seine Tore weit,
wenn Menschennot um Hilfe schreit,
und oben walte edler Geist,
der stets dem Recht die Wege weist.
Schütz‘ Gott dies Haus, es steht in Fhr‘
hoch leb‘ sein Hausherr, hoch die Feuerwehr!

1952 Die Weihe der neuen Motorspritze fand am 4. Mai 1952, um 15 Uhr, statt (um 11.30 Uhr mußten 19 Mann zu einem Waldbrand auf die Wandleiten bis 14 Uhr ausrücken). Patin ist Frau Schneidhofer.
Im Verlauf des Jahres kommt es immer wieder zu Waldbränden am Eichberg (Funkenflug der Dampflokomotiven).
1953 - 1957 Trotz der finanziell schwierigen Lage der Feuerwehr gelingt es ihnen immer wieder Neuanschaffungen der Ausrüstungen zu tätigen.
Jährlich werden 2 Mann nach Tulln in die Feuerwehrschule entsandt.
Der 15. August 1957 war für die Gemeinden Willendorf und Höflein ein wahrer Freudentag.
Durch die Gebefreudigkeit der Bevölkerung von Höflein und Willendorf, der Betriebe und der Gemeinden wurden für die Ortskirche zwei Glocken angeschafft; eine der Glocken wurde zu Ehren des Hl. Florian geweiht. Der Festzug nahm seinen Anfang vom Bahnhof Willendorf zur Ortskirche. Die festlich geschmückten Glocken wurden auf zwei Wagen vorladen und je vier Pferde davorgespannt. Der Aufzug in die Glockenstube wurde von den Feuerwehren ohne Zwischenfall geschafft. Noch am selben Tag waren die Glocken weithin hörbar.
1960 Einige Feuerwehrmänner besuchen den Sanitätskurs und beteiligen sich an der Blutspendeaktion des Roten Kreuzes.
1961 Jubiläumsfeier am 10. September 1961 - 40 Jahre FF Höflein,
Ein neuer Feuerwehrwagen wird geweiht. Dieser neue Wagen wurde mit der Hilfe von den Spenden der Bevölkerung, der Gemeinde, des Betriebsrates und der Unterstützung des Steinkohlewerkes Höflein angekauft.
Bei der Jubiläumsfeier kamen Abordnungen der Feuerwehren aus: Sieding, Grünbach, Würflach, Dörfles, Mahrersdorf, Flatz, Hettmannsdorf, Puchberg, Willendorf, Urschcndorf, Stollhof, Winzendorf, Neusiedl und Maiersdorf. Patin: Frau Gantar. Mit der Musikkapelle Hohe Wand wurde zum Festplatz, Schneidhofer in Unterhöflein, marschiert. Gedichte trugen Hannerl Schmoll und Hansi Proskovits vor. Eine große Schauübung wird durchgeführt.
1962 Großbrand am Ostersonntag am Eichberg. 3 1/2  ha Wald standen in Flammen (7 Feuerwehren mit 99 Mann). Nach 2 1/2 Stunden konnte das Feuer gelöscht werden. Beim Bezirkswettkampf errang unsere Gruppe den 8. Platz (43 Gruppen).
1963 Großbrand im Bergwerk Höflein am 22. Jänner um 21.30 Uhr.
13 Feuerwehren aus den Bezirken Neunkirchen und Wr. Neustadt konnten nach 1 ½  Stunden den Brand im Maschinenhaus unter Kontrolle bringen.
1964 - 1966  Einsatzbereitschaft und Kameradschaft sind äußerst gut:
Laufend werden notwendige Neuanschaffungen getätigt. Waldbrände am Eichberg und durch schwere Regenfälle überschwemmte Keller sorgten für den ständigen Einsatz der Feuerwehr.
1967 Verleihung der Florianiplakette an Jagdpächter - Höflein. Erstellung eines Ölalarmplanes. Weihe der Vorbaupumpe, Patin Frau Fessl.
Ehrendamen waren: Gerti Demuth, Edith Baumgartner, Monika Huber und Helga Fink.
Feuerwehr wird ersucht, sich am Zivilschutz zu beteiligen.
1968 -  1970   Großbrand in Oberhöflein bei Fam. Mohr (Haselbauer), das Wirtschaftsgebäude wurde ein Raub der Flammen, es konnten aber die Tiere sowie das Wohngebäude gerettet werden.
Feuerwehrmänner haben bei Verbrecherjagd keinen Versicherungsschutz.
1972 5ojähriges Gründungsfest wird unter der Leitung von Kamerad
Gotsbacher ein voller Erfolg. Eine neue Sirene in Zweiersdorf bei Herrn Mohr wird von der Firma Glatz aufgestellt.
1973 Die ersten Funkgeräte, ein Autofunk und ein Handfunkgerät, werden in der Feuerwehrschule Tulln eingebaut. Für das Feuerwehrhaus neue Kipptore angekauft und gegen die alten Holztore ausgetauscht. Ebenso wichtig wie die Hilfeleistung ist die immer spezieller werdende Ausbildung der einzelnen Feuerwehrleute. Die Brandbekämpfung ist längst nicht mehr die wichtigste Aufgabe der Wehr, sondern die technische Hilfeleistung (Unfälle, Tierrettung, Überflutungen usw.) ist an erste Stelle der Einsätze gerückt. Doch noch immer gilt das Motto: Einer für alle, alle für einen!
1974 Bei der Florianimesse wird das Relief (Hl. Florian) gesegnet und nachher im Beisein des Schnitzers und Spenders Hr. Fuzier im Feuerwehrhaus montiert
Großbrand des Wirtschaftsgebäudes von Franz Seiser in Oberhöflein (65 Mann mit 450 Einsatzstunden).
1975 BI Josef Schmoll ersucht von einer Wiederwahl zum Kommandanten Abstand zu nehmen, da er die Altersgrenze erreicht hat.
Idealismus, Kameradschaft und Einsatzbereitschaft waren für ihn keine leeren Worte. Aber auch die beiden Verwalter und der Zeugwart gaben ihre Aufgaben an jüngere Kameraden weiter.
Am Jahresende mußten die Feuerwehren eine entgleiste Zahnradbahn vom Tunnel bis zum Hochschneeberg aus dem Schnee händisch ausschaufeln.
Eine Wettkampfgruppe ist bei den Landeswettkämpfen erfolgreich.
1976 Sturmkatastrophe im Jänner, 28 Mann waren im Dauereinsatz
(Sicherungsarbeiten beim Kirchendach, in der Siedlung sowie bei
Dacheindeckungen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden). Der
Ankauf eines VW-Busses wird beschlossen. Großbrand am Hengstberg - Puchberg.

1977 - 1978 Ankauf des neuen VW-Busses. Wasserversorgung wird durch einen Wasserspeicher endlich zufriedenstellend..

1979 Auch das zweite Fest wird unter der Leitung von Kamerad Sommer ein Erfolg.
 Einweihung des VW-Busses. Patin für VW-Bus: Fr. Elfriede Jautschnig

1980 Die technischen Einsätze häufen sich. Es werden technische Geräte (Leiter, Motorsäge usw.) angekauft.

1981 Ein tragischer Unfall überschattet dieses Jahr: unsere Feuerwehr mußte zwei Jugendliche, die in einer Höhle (Rothengrub) starben, bergen. Gründung der ersten Feuerwehrjugend Höflein. Erster Feuerwehrheuriger war ein voller Erfolg.

1982 Austausch aller Funkgeräte gegen neue, für den VW-Bus wird auch ein neues Funkgerät angekauft.

1983 Beschluß für den Neubau eines Feuerwehrhauses wird bei der Vollversammlung gefaßt.

1984 - 1985 Arbeiten beim neuen Feuerwehrhaus.
Größter technischer Einsatz in der Geschichte der FF Höflein. Durch einen technischen Defekt in der Wasserleitung mußte von der Feuerwehr die Wasserversorgung übernommen werden. Der Einsatz dauerte über 4 Tage und Nächte, tagsüber arbeiteten die Feuerwehren aus Höflein und Grünbach, in der Nacht die Feuerwehren aus Willendorf, Dörfles, Würflach, Hettmannsdorf. Es wurde mit 4 Pumpen und 2km B-Schlauch 1.887 Stunden gearbeitet. Der Einsatz wurde vom Bürgermeister und dem Kommando Höflein geleitet.

1986 war ein Jahr der Großbrände.
Ein Brand bei Fam. Steurer am Guten Mann (von der FF Höflein allein 110 Stunden).
Ein Brand bei Fam. Hausmann in Grünbach (von der FF Höflein allein 80 Stunden).
Ein Waldbrand in Willendorf und in Zweiersdorf mit 47 Stunden.
4 technische Einsätze mit 59 Gesamtstunden.

Zu den vorstehend angeführten Großeinsätzen müssen noch die unzähligen Wald- und Wiesenbrände und technischen Hilfeleistungen angeführt werden.
Als im Jahr 1970 die Dampflokomotive eingestellt wurde, haben sich die Waldbrände am Eichberg bis heute bedeutend verringert.
Doch die Brandbekämpfung ist längst nicht mehr die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr.
Die technische Hilfeleistung ist an die erste Stelle der Einsatzhäufigkeit gerückt. Technische Hilfeleistung, das heißt, Bergung eingeklemmter oder verletzter Personen aus einer lebensbedrohenden Lage, Bergung und Rettung von Tieren, vorbeugender Schutz von Mensch und Tier vor Bränden oder sonstigen Gefahren.
Hilfeleistung heißt aber auch, bei Veranstaltungen den Brandschutz zu übernehmen, sei es in einer Halle oder im Freien.
Ebenso wichtig wie die Hilfeleistung ist die immer spezieller werdende Ausbildung der einzelnen Feuerwehrleute, da im heutigen Leben auf den Menschen mehr Gefahren lauern als noch vor 100 Jahren.
Diese Aufzeichnungen aus der Arbeit und Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Höflein sollen Ihnen aber auch etwas von den Problemen
eines Feuerwehrmannes aufzeigen, denn heutzutage gibt es mehr Menschen denn je, die uns ehrenamtlich Tätigen in unserer Arbeit eher behindern als helfen.
Bitte haben Sie auch in Zukunft etwas Verständnis für unsere Arbeit. Vielen Dank!
An dieser Stelle danken wir allen unseren Feuerwehrkameraden für die aufopfernde Tätigkeit, die sie in ihrer Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit leisten.

 

1987 war ein unvergeßliches Jahr für unsere Wehr.

In einer kurzen Bauzeit von nur drei Jahren, und zwar von April 1984 bis April 1987, konnte am 03.Mai 1987 das neue Feuerwehrhaus seiner Bestimmung übergeben werden. Vor dem Haus wurde für die Festgäste ein Zelt aufgestellt, die Patenschaft übernahm dankenswert Frau Herta Auguste WARNECKE. Das Programm begann mit den Empfang der Ehrengäste und Abordnungen der Feuerwehren unseres Abschnittes und der Höfleiner Bevölkerung. Bei der Begrüßung konnte unter anderen Brandrat Rasner, HBI Pfeffer, HBI Weninger, Pater Albert, die Bürgermeister Rg.Rudolf Hasun, Eduard Braun, Ferdinand Hofer, von der BH Neunkirchen Bezirkshauptmann Hofer uvm.begrüßt werden. Nach der Segnung durch Pater Albert konnten noch einige Kameraden für 25 und 40 Dienstjahre und einige mit den Verdienstabzeichendes Landes NÖ der 3.Klasse geehrt werden.

Es folgten noch einige Einsätze in diesem Jahr, wobei bei einer Personensuche der Vermißte noch vor Eintritt der Dunkelheit gefunden werden konnte.

Aber auch der NÖ Pensionistenwandertag im September war ein guter Erfolg.

1988 Nach längeren Verhandlungen und Beschluß der Mitgliederversammlung wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug, TLF-A 3000, bestellt. Die Finanzierung des Betrages den die FF aufbringen mußte wurde mit Hilfe der Bevölkerung, in Form von Anleihen im Wert von S 2000,-, mit einer Laufzeit von max. 10 Jahren, aufgebracht. Das Fahrgestell wurde von der Firma ÖAF (MAN) angefertigt und vonder Firma Lohr aufgebaut. Der erste Höfleiner Advent wurde durchgeführt und den größten Anteil des Reingewinns kam der FF zugute.

Die Anzahl der Einsätze hält sich in Grenzen, jedoch konnte von der Feuerwehr ein größerer Umweltschaden vermieden werden, als beim Heizölfüllen in der Volksschule das Heizöl in den Bach geriet und wir es mit einigen Ölsperren auffingen.

1989 Ein schwarzer Tag in der Geschichte der Schneebergbahn.
Das erste Mal seit Ihrem Bestehen fuhren zwei Personenzüge im Einsatzgebiet der Feuerwehr Höflein frontal aufeinander. Es gab zwei Tote, einige schwer- und leichtverletzte Personen. Zum Einsatz kamen mit unserer Wehr noch Kräfte von Willendorf, Dörfles, Neunkirchen und St.Johann. Vom Roten Kreuz wurde ein Hubschrauber, ein Notfallärztebus und einige Rot Kreuz Fahrzeuge eingesetzt. 200 Einsatzstunden der Feuerwehr mit 77 Mann.

Bei einem Unwettereinsatz in St.Corona verunglückten zwei F-Kameraden aus St.Corona tödlich und wurden vermißt. Bei der Suchaktion beteiligten sich auch unsere Kameraden.

Beim Großbrand in einen Bauernhof in Saubersdorf kamen wir auch zur Hilfe.

1990  Ein Jahr der technischen Einsätze:

Bei drei der vielen Unfällen mußten wir Personen mit der Bergeausrüstung aus Ihrer Lage befreien und dem Notarzt schwer verletzt übergeben.

Am 24.September wurde uns das neue TLF-A 3000 bei der Firma Lohr übergeben. Bereits am 14.Oktober wurde das neue Fahrzeug feierlich gesegnet und seiner Bestimmung übergeben. Dabei konnten u.a. die Patinen Fr. Stickler Anna, Fr. Ostermair Brunhilde und Fr. Legenstein mit den Bürgermeistern und Ehrengästen begrüßt werden. Einige Frauen vom Kommando sorgten mit ihrem Einsatz und Können für ein gelungenes Buffet. Mit der Bergkapelle und einem herrlichen Wetter wurde es ein gelungenes Fest.

Ein Kindernachmittag am Weihnachtsnachmittag beendete ein ausgefülltes Jahr.

1991 Erster Brandeinsatz mit dem neuen TLF – bei einem Wohnungsbrand in Zweiersdorf konnte mittels TLF der Brand fast ohne Wasserschaden gelöscht werden. In diesem Jahr folgten noch 3 Brandeinsätze und 21 technische Ausrückungen.

Aber 1991 war auch ein Jahr der Feste. In unserer Nachbargemeinde Grünbach am Schneeberg beteiligten wir uns mit unserem TLF-A 3000 beim Festzug   850 Jahre Grünbach.

Auch vier Feuerwehrkameraden die in den Ehestand traten wurden Glückwünsche mit Präsenten übergeben.

1992 War wieder ein Jahr der Brände, begonnen mit dem Bahndammbränden die von
den Zügen der ÖBB angezündet wurden, und dem Großbrand am Schneeberg, der am 28.08.1992 begann und erst am 01.09.1992 Brand aus gegeben werden konnte. Am ersten Tag wurde mit unserem TLF der Wassertransport zur Hengsthütte durchgeführt und an den folgenden Tagen wurde die Wasserversorgung mit Hubschrauber und Flugzeugen sichergestellt.
Umstellung auf neue Funksirenensteuerung mit Verbindung auf alle drei Sirenen in den Ortsteilen. 
Anschaffung eines Abschleppanhängers für PKW.
Aber auch ein tragischer Unfall überschattet das Jahr, bei dem unser jüngster Kamerad Stickler Marcel tödlich verunglückte.

1993 Beim Feuerwehrhaus wird von der Gemeinde ein Eislaufplatz errichtet und das Feuerwehrhaus um ein WC samt Nebenräumen erweitert. Die Kosten für den Zubau werden von Gemeinde und FF je zur Hälfte übernommen.
Ein großes Dorffest war der Höhepunkt dieses Jahres, dabei stellte die FF einen Ehrenzug zum Abschluß mit dem Großen Zapfenstreich der von der Bergkapelle

1994 Ein Jahr bei dem das Schicksal seinen Lauf spielte.
Es begann mit zwei Begräbnissen von Kameraden der Nachbarwehren, gefolgt von einem Scheunenbrand in Dörfles, einigen kleineren Unfällen, dann der Großbrand in Saubersdorf - Föhrenwald zur B17, gefolgt vom Todesfall unseres Verwalters, der mit 29 Dienstjahren und 18 Jahre als Schriftführer tätig war, plötzlich und unerwartet im 48 Lebensjahr verstarb.

Das Jahr endete mit einen Wohnungsbrand in Grünbach wo der Wohnungsinhaber dabei verbrannte.

1995 Dieses Jahr begann gleich wieder mit einem Dachstuhlbrand in Grünbach der durch eine beschädigte Stromleitung ausgelöst wurde. Danach ein Wohnungsbrand in Ober Höflein der aber durch den raschen Einsatz schnell gelöscht werden konnte und weiteren 17 kleinere technische Einsätze. Eine Personensuchaktion um eine Vermißte Lehrerin mußte erfolglos abgeschlossen werden. (Ihre Leiche wurde einige Monate danach durch einen Zufall vom HBI Bock gefunden.)

Durch einen Blitzschlag wurde das ganze Wirtschaftsgebäude der Fam. Dinhobl in Willendorf zerstört, das Wohngebäude konnte von den Feuerwehren gerettet werden.

1996 Außer den üblichen kleinen Einsätzen und Arbeiten war dies bis auf den Wohnhausbrand in Würflach ein eher bedeutungsloses Jahr. Das zweite Höfleiner Dorffest war wieder ein guter Erfolg aber auch der jährlich durchgeführte Feuerwehrheurige im Feuerwehrhaus war nicht zu verachten.

1997 Kann man als Katastrophenjahr bezeichnen .Es begann mit dem Hochwasser – Einsatz in Gloggnitz, gefolgt vom Brand des Gasthauses in der Johannesbachklamm das zur Gänze abbrannte, das Gasthaus war größtenteils als Blockhaus ausgeführt und war ohne Stromversorgung nur mit Gas und Kerzenlicht versorgt. Der Brand entstand durch eine Kerze im Dachgeschoß und die Feuerwehr Höflein wurde erst nach ca.2–3 Stunden alarmiert, da beim Eintreffen der FF das ganze Gebäude bereits in Vollbrand stand konnten nur mehr die Gasflaschen, der angrenzende Wald und das Nachbarhaus geschützt werden.
Mit einen Wohnhausbrand in Grünbach, es brannte das Lindenhaus das durch Brandstiftung angezündet wurde und auch durch einen Großeinsatz der Feuerwehren nicht gerettet werden konnte, zur Gänze ab, endete dieses Jahr.

1998 Begann gleich am 09.Jänner mit einen Waldbrand in Sieding (Bez.Neunkirchen) bei dem erst nach zwei Tagen "Brand Aus" gegeben werden konnte. Bedingt durch die schwierige Lage des Brandes mußte mit den TLF’s des gesamten Bezirkes das Wasser einige Kilometer von den entfernten Orten zum Brandobjekt transportiert werden. Bei diesen Einsatz zeigte sich wieder, wie wichtig die Ortskenntnis der einsatzleitenden Wehr ist um einen Großeinsatz wie diesen so rasch und gezielt zu leiten.

Leider mußten wir bereits im Februar zum Begräbnis unseres Kameraden der Feuerwehrjugend Kam.Hirschberger, der von einen Zug der ÖBB überfahren wurde, und ein Monat später zum Begräbnis unseres EVM Schmoll der im 80 Lebensjahr verstarb, ausrücken.

Im Mai dieses Jahres wurden wir zum schwierigsten Einsatz seit bestehen der Wehr herausgefordert, ein PKW fuhr in Selbstmordabsicht von der Hohen Wand - Wilhelm Eicherthütte - über die Felsen in die Tiefe. Nun mußte das Fahrzeug, aus den Felsen aus 900 m Seehöhe, mittels Seilwinde (eine Hubschrauberbergung war nicht möglich) geborgen werden. Das Einsatzgebiet wurde von der Gendarmerie abgesperrt und die Bergrettung sicherte unsere Kameraden

1999  In diesm Jahr wurden wir von Brandeinsätzen nur wenig gefordert.
Beim Brand in der Scheune des Gasthauses Handler in Dörfles waren wir mit 22 Mann und den Fahrzeugen TLF-A3000  den LF-A und KDO-Bus im Einsatz

In Zweiersdorf hatten wir auf Grund der raschen Meldung nur einen Kleinbrand der mit 4 Mann in einer halben Stunde gelöscht werden konnte.

Technische Einsätze hatten wir 4 PKW-Verkehrsunfälle, einen Traktorunfall der sich mit zwei Anhängern auf der Bundesstraße überschlug und mit einen Kranfahrzeug aufgestellt werden mußte. Der Fahrer blieb unverletzt .

Tragisch endete am 16.10. ein Traktorunfall. Nach mehrmaligen Überschlagen des Traktors begrub er, mit den Rädern nach oben Liegen,
seinen Fahrer (ein Ungar) unter sich. Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät.

Bei insgesamt 9 Einsätzen waren 149 Mann mit 256 Stunden tätig.Bei Sicherungsdiensten (Absperrung für Dorffest, 750 Jahre Gemeinde Höflein, Georgiritt, Barbarafeier usw.) waren 40 Mann über 300 Stunden ausgerückt.

Beim großen Faschingsumzug wurde von unseren Kameraden ein Wagen unter dem Motto "EUROWEHR 2000" gestellt.
Der Höhepunkt in diesem Jahr war die 750 Jahrfeier der Gemeinde Höflein.Die Feier wurde beim Feuerwehrhaus abgehalten, wo zugleich im Juli und August eine Ausstellung stattfand, bei deren Anlaß ein neues Rettungsfahrzeug und von unserer Wehr ein neues LF – A der Marke Mercedes Sprinter 4 x 4 gesegnet wurde. Die Patinnen der Feuerwehr waren Frau Csenar Auguste, Frau Schneidhofer Leopoldiene und Frau Kreisberger Inge.

Die Feuerwehr Veranstaltungen "Power the Tower" eine "All Inclusive"-Veranstaltung für die Jugend war Dank des großen Einsatzes vom Komitee unter der Leitung von Kamerad Schauer Ferdinand ein guter Erfolg
Das Jahr 1999 endete mit einer Silvesterfeier und einen Riesenfeuerwerk beim Feuerwehrhaus.

2000 Dieses Jahr fängt gut an. Es gibt keinen befürchteten Brandeinsatz durch Feuerwerkskörper , die Bevölkerung war sehr diszipliniert und durch die hohe Schneelage ( ca. 30 cm ) bestand keine Brandgefahr . An runden Geburtstagen gibt es heuer - sieben 50 er ( Bauer , Bock , Jautschnig , Stickler Gerh., Proskovits , Fuzir und Patin Scheibenreif Elfriede ) einen 60 er (Weinberger Johann UH.) und drei 70 er ( Kam. Gotsbacher , Pater Albert und Patin Fessl Franziska ) zu feiern . Am 24. März wurde wieder neben dem F-Haus für eine NEUE Wohnhausanlage ein Spatenstich durchgeführt . Bei der Feuerlöscherüberprüfung waren an die 100 Feuerlöscher zu prüfen. Power the Tower am 25.05. ( ca. 900 Personen ) und am 02.09. ( trotz Regen ca. 600 Personen ) war wieder ein positiver Erfolg . Am TLF 3000 A wurde ein Hydraulischer Lichtmast mit drei Scheinwerfer zu je 1500 Watt in Eigenregie eingebaut. Bei der Feuerwehrjugend ist der größte Nachwuchs bei den Mädchen zu verzeichnen .

2001 80 Jahre Feuerwehr Höflein Zu beginn des Jahres ist ein Wechsel der Kassenverwalter, nach 20 Jahren übergibt VM Kaiser seinen Dienstposten an den neuen VM Winkler Robert. Kam. Kaiser wird zum EVM ernannt. Der VW Bus ( KDOF ) hat seinen Dienst bei der Feuerwehr nach 25 Jahren geleistet und wird im Februar abgemeldet. Nach zwei Tagen zum Verkauf ausgeschrieben wurde er vom Tennisklub Hochwolkersdorf gekauft. Von der Firma Semperit Traiskirchen können wir einen Testwagen der Marke Ford-Transit-Vario ankaufen und bei der Firma Wilfurth in Bad Fischau Brunn neu Lackieren. Der el. Umbau sowie die Einrichtung wird in Eigenregie angefertigt. Zum 60 er wurden die Kam. Schmoll Josef und Schneidhofer Rudolf gratuliert. Am 14.Juli wurde im Rahmen der 80 Jahr Feier ein Lustiger Wettkampf für den UA 3 veranstaltet. Der Grillabend mit Unterhaltung war sehr schwach besucht. Am Sonntag den 15.Juli wurde im die Fahrzeugsegnung des KDOF mit Pater Paulus (Heiligen Kreuz ) und Geistl.Rat Otto Ganovsky (Grünbach) durchgeführt, Patin Frau Christine Reisinger, als Abschluss ein Frühschoppen mit Surschnitzel. Power the Tower wurde erstmals von Event Factory in der Arena Nova veranstaltet und von der Feuerwehr mit Personal unterstützt. Die Arbeitsstunden der Helfer sind etwas über 500 Stunden. Es wurden auch neue Einsatzjacken ( 27 ) und 4 Helme mit einen Kostenaufwand von 100.000,- angekauft. Brandeinsätze hatten wir 4 mit 67 Mann und 133 Einsatzstunden. Technische Einsätze waren 13 mit 56 Mann und 130 Einsatzstunden.

2002 Das Jahr begann eher unauffällig mit ein paar kleineren PKW Unfällen, gefolgt von einem Tankwagen der Firma Paulischin mit einem PKW der zum Glück harmlos ausging, da der Tankwagen ohne Ladung war und nur vom Kraftstofftank die Leitung brach.Das Jahr 2002 war aber auch das Jahr des Hochwassers das unsere Feuerwehr am 06.06. - 07.06. erreichte und wir mit 43 Mann und 137 Stunden in Grünbach und in Höflein im Einsatz waren.Beim Hochwassereinsatz mussten wir feststellen dass unser 5 KW Stromaggregat zu schwach ist und wir daher ein neues 8 KW Gerät ankauften. Aber auch die Einsatzbekleidung wurde mit vorläufig 27 paar Einsatzstiefeln erweitert.Leider mussten wir unseren langjährigen Kameraden Weinberger Johann, der im Alter von 61 Jahren starb, zu seiner letzten Ruhestätte begleiten. Mit dem Höfleiner Weihnachtsmarkt, (ungefähr 10.000 Besucher) endet das Jahr nicht nur für die Feuerwehr sondern auch für die ganze Gemeinde positiv.

2003 In diesem Jahr mussten wir leider vier Kameraden der Nachbarfeuerwehr und einem unserer Feuerwehrmänner den letzten Gruß erweisen.
Die drei kleinen Brandeinsätze waren schnell gelöscht (je eine Stunde Einsatz), Aber auch die 10 technischen Einsätze waren keine besonders schwierige Anforderung für unsere Mannschaft.
Unseren alten OPEL BLITZ Bj.1961 verkauften wir wegen Platzmangels ins Burgenland.
Mit dem Advent in Würflach (Organisationshilfe) und dem gut besuchten Höfleiner Advent mit eigenem Verkaufsstand endete auch dieses Jahr positiv für uns.

2004 Auch heuer mussten wir gleich zu Jahresbeginn einen eigenen Kameraden im Alter von 54 Jahren die letzte Ehre erweisen. Die 5 Brandeinsätze und die insgesamt 22 Technische Einsätze mit 264 Einsatzstunden waren auf das ganze Jahr aufgeteilt.
Die Bautätigkeit im und beim Feuerwehrhaus war sehr groß, so wurden die alten Garagentore gegen drei neue Segmenttore mit Funksteuerung ausgetauscht.
Ebenso wurde wegen den Bau des neuen Wohnturmes die Rohre für die Fernheizung ins Feuerwehrhaus bereits verlegt und eine El. Leitung für den Umbau der Sirene auf den Wohnturm vorbereitet.
( Höhe der Sirene zur Zeit ca. 7 m Wohnturm = 24 m )

2005 Bei der Jahresversammlung legt Kdtstv. Proskovits seine Funktion nach 19 Jahren zurück. Seine Begründung: Bei den Wahlen 2006 sollte nicht das gesamte Kommando neu gewählt werden müssen. Als neuer Kdtstv wird einstimmig Kamerad Kirchsteiger gewählt. Am 15 Mai konnten wir den neuen Pfarrer von Maria Kirchbüchl als neuen Feuerwehrkuraten für unsere Wehr gewinnen. Am 05.Juli stirbt Kam. Johann Weinberger, er war langjähriger Kassenverwalter, Kommandantstellvertreter und eine Periode Kommandant, danach noch 10 Jahre Zugskommandant. Am 15.Juli wird Er mit allen Ehren im Kreise der Angehörigen und Feuerwehr beigesetzt. Die Unterabschnittsübung findet mit der Beteiligung vom Roten Kreuz - der Hundestaffel - der Presse und mit einer Reportage des ORF statt. Vom 21.10. - 25.10. findet in der Hohen Wand Halle eine Jubiläumsausstellung 60 Jahre Höflein statt, an der sich auch die FF beteiligte.

2006 In diesem Jahr mussten wir leider zwei Kameraden den letzten Gruß erweisen. ( Scheibenreif Johann, Mayerstätter Christian). --- Bei den Wahlen zur Mitgliederversammlung sah Kdt Sommer von einer Wiederwahl , nach 25 Jahren als Kommandant ab. Zum neuen Kommando wurde Martin Kirchsteiger als Kdt. und Josef Schmoll Jun. als Kdt. Stellvertreter gewählt. Zu Jahresanfang sorgten 4 Fehlalarme für Diskussionen. Aufgrund dieser Fehlfunktionen wurden die alten Sirenensteuerungen in Unterhöflein und Zweiersdorf ausgetauscht. An Einsätzen wurden 4 Brandeinsätze und 12 technische Einsätze bewältigt. Dieses Jahr wurde ein Feuerwehrfest abgehalten, dass sehr gut besucht wurde. Im Feuerwehrhaus konnte die neue Heizung in Betrieb genommen werden und auch eine neue Küche wurde eingebaut. Malerarbeiten wurden auch in größerem Umfang durchgeführt.

2007 Dieses Jahr war kaum eine Stunde alt, mussten wir zu einem Brandeinsatz ausrücken. Eine Silvesterrakete hatte sich in einen Holzstoß am Waldesrand verirrt. Am Montag nach unserem Feuerwehrfest wurden wir um 02:12 zu einem Scheunenbrand alarmiert. Am Anwesen Legenstein stand das Wirtschaftsgebäude im Vollbrand. Gesamt waren bei diesem Brand 12 Feuerwehren mit 163 Mann und 26 Einsatzfahrzeugen im Einsatz. Um 16:00 konnten die letzten Feuerwehren wieder in die Feuerwehrhäuser einrücken. In diesem Jahr wurden wir weiters noch für 10 Kleinbrände und zu 14 Technischen Einsätzen alarmiert. Im August mussten wir von unserem Kameraden Johann Demuth Abschied nehmen. Nach über 20 Jahren nahm unsere Feuerwehrjugendgruppe wieder am Landesjugendlager in Dörfles teil.

2008 In diesem Jahr mussten wir 13 mal zu Einsätzen ausrücken. Unter anderem  bei einem Brand eines Bauernhofes in Puchberg und bei zwei größeren Sucheinsätzen in Höflein. In diesem Jahr fand sich wieder eine Wettkampfgruppe zusammen und 4 Kameraden konnten das Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber erreichen. Der geplante Zubau eines Lagers wurde begonnen und bis zum Jahresende konnte der Dachstuhl fertig gestellt werden.


2009 Heuer wurden wir am Anfang des Jahres zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen. Von den drei beteiligten Personen konnte zwei Pensionisten nicht mehr geholfen werden. Weiters unterstützten wir die Betriebsfeuerwehr Neupack Hirschwang bei der Brandwache nach einem Großbrand, die Feuerwehr Puchberg bei zwei Großbränden und die Feuerwehr Schwarzau am Gebirge nach heftigen Schneefällen.Die Jugendfeuerwehr erfreut sich wieder an 4 neuen Mitgliedern. Das heuer erstmals veranstaltete Oktoberfest wurde sehr gut besucht, genau so wie der Adventmarkt und das Pfingstfeuer der Feuerwehrjugend. Den im Vorjahr begonnenen Zubau konnten wir rechtzeitig zum Oktoberfest fertig stellen.

2010 Im Jahr 2010 wurden wir zu einigen Einsätzen gerufen,  erwähnenswert war der Brand am Schneeberg, bei dem einige unserer Kameraden am Seil mit dem Hubschrauber zum Einsatz geflogen wurden. Da die Lage des Brandherdes sonst nicht erreicht werden konnte. Unsere Feuerwehrjugend nahm wieder am Jugendlager in Langenlois teil und die Wettkampfgruppe an den Landesfeuerwehrleistungsbewerben in Poysdorf. Im Feuerwehrhaus konnten wir eine neue Küchenzeile rechtzeitig zum Oktoberfest einweihen und zum Jahresende wurde der alte Schreibtisch und der Glaskasten durch modernere Büromöbel ersetzt. Unsere Veranstaltungen, Pfingstfeuer, Oktoberfest und Weihnachtsmarkt wurden wieder gut besucht. Wobei uns die Jugend der Umgebung immer einen langanhaltenden Besuch abstattet.

2011 Heuer haben wir das 90-jährige Gründungsjubiläum gefeiert. Dieser Event war von einer großen Anzahl an Ehrengäste besucht.
Der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes und Landesfeuerwehrkommandant von Niederösterreich KR Josef Buchta, Nationalrat Hans Hechtl, Landesrat Karl Wilfing, Abgeordneter zum NÖ Landtag Hermann Hauer, Bezirkshauptmann Alexandra Grabner Fritz, die Bezirksfeuerwehrkommandanten Josef Huber - Neunkirchen, Franz Wöhrer – Wr. Neustadt, Adolf Binder – Mattersburg und Abschnittsfeuerwehrkommandant Ing. Walter Leinweber, sein Stellvertreter Johann Hödl sowie die UA Kommandanten Robert Tisch und Markus Seiser. Die Gemeinden waren vertreten durch den „Hausherrn“ Bürgermeister Günter Sickler sowie die Bürgermeister der Nachbargemeinden Franz Pölzelbauer und Johannes Bauer.
Unser Feuerwehrkommandant zeigte sich stolz über die perfekt organisierte Veranstaltung und über den Besuch hochgradiger Ehrengäste, was keine Selbstverständlichkeit ist..
Dadurch das 2011 auch das Jahr der Freiwilligen gefeiert wurde, wurden unter anderem OBI Josef Schmoll, Ferdinand Schauer sen., Walter Gottsbacher und Wilfried Schicker für die Dienste an der Öffentlichkeit von der Gemeinde geehrt. Seitens der Feuerwehr wurden, OBI Josef Schmoll, Wilfried Schicker, Robert Winkler, Robert Scheibenreif, Hannes Bayr und Martin Kirchsteiger mit einem Verdienstzeichen ausgezeichnet.
Die seit Gründung der Feuerwehr angekauften Tragkraftspritzen konnten in einem Neuen Outfit der Bevölkerung gezeigt werden. Kamerad und Schmiedemeister Josef Stickler renovierte diese Pumpen in liebevoller Weise.
Die 69 Kammeraden (48 aktive, 10 Jugend, 11 Reservisten) unserer Feuerwehr haben im Jahr 2011 3511 Stunden im Dienste der Bevölkerung aufgewendet. Es gab 15 Einsätze und 12 Übungen.

 

 

 

 

Zu den vorstehend angeführten Großeinsätzen müssen noch die unzähligen Wald- und Wiesenbrände und technischen Hilfeleistungen angeführt werden.
Als im Jahr 1970 die Dampflokomotive eingestellt wurde, haben sich die Waldbrände am Eichberg bis heute bedeutend verringert.
Doch die Brandbekämpfung ist längst nicht mehr die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr.
Die technische Hilfeleistung ist an die erste Stelle der Einsatzhäufigkeit gerückt. Technische Hilfeleistung, das heißt, Bergung eingeklemmter oder verletzter Personen aus einer lebensbedrohenden Lage, Bergung und Rettung von Tieren, vorbeugender Schutz von Mensch und Tier vor Bränden oder sonstigen Gefahren.
Hilfeleistung heißt aber auch, bei Veranstaltungen den Brandschutz zu übernehmen, sei es in einer Halle oder im Freien.
Ebenso wichtig wie die Hilfeleistung ist die immer spezieller werdende Ausbildung der einzelnen Feuerwehrleute, da im heutigen Leben auf den Menschen mehr Gefahren lauern als noch vor 100 Jahren.
Diese Aufzeichnungen aus der Arbeit und Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Höflein sollen Ihnen aber auch etwas von den Problemen
eines Feuerwehrmannes aufzeigen, denn heutzutage gibt es mehr Menschen denn je, die uns ehrenamtlich Tätigen in unserer Arbeit eher behindern als helfen.
Bitte haben Sie auch in Zukunft etwas Verständnis für unsere Arbeit. Vielen Dank!
An dieser Stelle danken wir allen unseren Feuerwehrkameraden für die aufopfernde Tätigkeit, die sie in ihrer Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit leisten.

GUT WEHR!
Das Kommando der FF Höflein